Fischer- und Schifferverein Klingenberg

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Gottesreisen


Der Teufel reist auf Feuerstühlen
und lässt den armen Neider fühlen
dass man mit Rücksichtslosigkeit
scheinbar kommt doch ziemlich weit.

Mühsam sich der Bauer quält
auf Ochsenkarren durch die Welt
geschüttelt und gebeutelt viel
kommt er meist viel zu spät zum Ziel.

Hoch zu Ross der Adel stolz
prescht durch Wiesen, Sumpf und Holz.
Breit das Gesäß, das Hirn gestaucht.
Ach, wie unkommod, Durchlaucht!

Es reist indes der Untertan
gestaut meist auf der Autobahn,
lässt sich wie Vieh gepfercht einweisen
in Blechkartons auf Eisengleisen.

Von Reisearten die es gibt
bleibt eine, die man wahrlich liebt,
wenn man sie je genossen hat:
Das Treidelschiff ist’s in der Tat.

Leise, zügig, stets voraus
ohne Rumpeln, Krach und Staus
gleichmütig ohne wild Gefähr
zieh’n Treidelschiffe hin und her.

So reist der liebe Gott auf Erden
auf Schiffen mit den Treidelpferden
wenn er vom Himmel mit Verdruss
sich ab und zu erholen muss.

Klaus Schmitt 2010

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