© Fischer- und Schifferverein Klingenberg e.V.
Gottesreisen
Gottesreisen                                                                                                             Der Teufel reist auf Feuerstühlen                                             und lässt den armen Neider fühlen dass man mit Rücksichtslosigkeit  scheinbar kommt doch ziemlich weit.   Mühsam sich der Bauer quält auf Ochsenkarren durch die Welt geschüttelt und gebeutelt viel  kommt er meist viel zu spät zum Ziel.  Hoch zu Ross der Adel stolz prescht durch Wiesen, Sumpf und Holz. Breit das Gesäß, das Hirn gestaucht. Ach, wie unkommod, Durchlaucht!   Es reist indes der Untertan  gestaut meist auf der Autobahn, lässt sich wie Vieh gepfercht einweisen in Blechkartons auf Eisengleisen.
Von Reisearten die es gibt bleibt eine, die man wahrlich liebt, wenn man sie je genossen hat: Das Treidelschiff ist’s in der Tat. Leise, zügig, stets voraus ohne Rumpeln, Krach und Staus gleichmütig ohne wild Gefähr zieh’n Treidelschiffe hin und her. So reist der liebe Gott auf Erden auf Schiffen mit den Treidelpferden wenn er vom Himmel mit Verdruss sich ab und zu erholen muss. Klaus Schmitt 2010
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